Beiträge vom Januar, 2009

Alles geklärt?

Dienstag, 27. Januar 2009 19:08

Vor Jahren hab ich es von einer Freundin gelernt und seither bin ich selten ohne: selbst ausgelassenes Butterschmalz oder (indisch) Ghee. Also geklärte Butter, die sich bestens eignet, um Erdäpfelschmarrn zu machen, wie Esskultur-Schreiberin Katha in ihrem Artikel über Rindfleisch so nebenbei erwähnt,  aber auch zum Palatschinken backen (verträgt viel mehr Hitze als ungeklärte Butter und gibt den feinen buttrigen Geschmack). Und natürlich ist Ghee unverzichtbar für indische Gerichte.

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Es ist wirklich keine Hexerei: Ein halbes Kilo Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf mit schweren Boden schmelzen lassen. Wenn sie zu brodeln beginnt, auf ganz kleine Flamme schalten und rund 45 Minuten so vor sich hin köcheln lassen. Dabei trennen sich die fetten von den wässrigen und eiweißhältigen Teilen der Butter und man erhält reines Butterfett.

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Man gießt es durch ein mit einem feinen Batisttuch ausgelegtes Sieb und freut sich an der strahlend gelben Farbe. Butterschmalz ist sehr lange haltbar. Die indische Form brutzelt etwas länger, beginnt dadurch leicht zu bräunen und hat dann einen leicht nussigen Geschmack. Wer mehr darüber lesen will, bitte sehr: auf Wikipedia ist ein guter Beitrag dazu.

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Ich hebe es in einem Steinguttopf auf. Es wird fest, wenn es abgekühlt ist und heute hab ich damit Palatschinken gebacken!

Thema: Lebensmittel, Kochen, Rezepte | Kommentare (4) | Autor: sonja

Die Stadtspionin empfiehlt

Sonntag, 25. Januar 2009 18:10

Den wunderbaren Vormittag, den ich heute im Wien Museum verbracht habe, verdanke ich der Stadtspionin, dem großartigsten Newsletter für Kultur (im besten und weitesten Sinn) den es gibt. Er kommt kostenlos jeden Donnerstag per Mail und ohne ihn wäre ich niemals zu dem Vortrag von Kulturvermittlerin Petra Unger über den „Modesalon der Schwestern Flöge“ gegangen, weil ich schlicht und einfach nichts davon gewusst hätte.

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Ich zitiere die Stadtspionin:

 

„Der Modesalon Flöge: Sie war die Design- Ikone der Jahrhundertwende, eröffnete 1904 ihren berühmten Mode- Salon – und ist dennoch den meisten Menschen heute „nur“ als Gustav Klimts Freundin bekannt. Emilie Flöge war eine faszinierende Persönlichkeit, die im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung des Wien-Museums „Emilie Flöge und der Schmuck der Wiener Werkstätten“ steht. Die Kultur- Historikerin Petra Unger erzählt in ihrem Vortrag Spannendes über den Salon Flöge: Wer waren die Kundinnen? Wer nähte die avantgardistischen Reformkleider? Und wie war der Alltag der Frauen um 1900?“

 

Es war eine spannende Stunde, in der ich sehr viel über die Frauen der damaligen Zeit erfahren habe. Der Vortragssaal war sehr voll und das Publikum höchst fachkundig, so dass sich im Anschluss noch ein spannendes Gespräch ergab.

 

Die Stadtspionin kann frau (und man) ganz einfach abonnieren.

 

 

Thema: Empfehlungen, Erwachsenenbildung | Kommentare (0) | Autor: sonja

Kochen nach dem Essen

Dienstag, 6. Januar 2009 15:34

Sonntag nach dem Mittagessen, wenn der Magen angenehm gefüllt ist, ist die beste Zeit zum Kochen. Zum Beispiel ein Schmorgericht für den Vorrat, das man dann einfach nehmen kann, wenn man keine Zeit zum Kochen hatte. Also gut:

40 dkg Bio-Jungrind (Gulasch)

1 große Zwiebel

2 Karotten

1 Stück Sellerie

1 Fenchel

reichlich Rosmarin und Salbei, fein gehackt

80 dkg (2 Dosen) Tomatenpolpa

Rotwein

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Die Zutaten sind – wie fast immer bei mir – variabel. Was der Kühlschrank halt an passendem Gemüse hergibt. Zwiebel, Knoblauch und anderes Gemüse nach Wunsch fein oder grob schneiden und mit den gehackten Kräutern in Olivenöl anbraten. Nach 10 Minuten das Gemüse einfach auf die Seite schieben (geht bei großen flachen Schmortöpfen problemlos) und das würfelig geschnittene Fleisch anbraten. Alles salzen und mit Rotwein ablöschen.

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Gut einkochen lassen, die Tomatenpolpa dazu, umrühren und dann bei eher kleiner Hitze schmoren lassen. Mindestens 2 Stunden, besser noch drei oder vier. Je länger desto besser – man braucht es ja nicht gleich. Obwohl es natürlich extrem gut und sehr verlockend riecht. Kosten muss man sowieso zwischendurch. Wenn es fertig ist, kaltstellen – das geht bei uns derzeit gut im Wintergarten, der gerade als Kühlraum genutzt wird. Danach könnte man es portionieren und einfrieren. . .

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. . . wenn es nur nicht so gut schmecken würde. Also das mit dem Vorrat hat diesmal irgendwie nicht so richtig geklappt. Als Beilage passen übrigens Nudeln, Kartoffelpüree, Gnocchi, Polenta, Cousous oder Weißbrot.

Thema: Kochen, Rezepte | Kommentare (3) | Autor: sonja