Beitrags-Archiv für die Kategory 'Erwachsenenbildung'

Von der Küchenbildung zur Bildungsküche

Mittwoch, 25. August 2010 15:39

Das Kochen hat in meinem Leben immer schon eine große Rolle gespielt. Meine Großmutter, meine Mutter und meine Tanten waren ausgezeichnete Köchinnen und begeisterte Bäckerinnen und haben uns Kinder wohl irgendwie damit „angesteckt“.

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So schien es nur folgerichtig, dass auch in meinem Berufsleben das Kochen zum Thema wurde. Köchin bin ich zwar nur privat, aber Kochen, Essen, Gärtnern und Lebensmittel haben auch auf meinem Schreibtisch einen fixen Platz: Durch zahlreiche Artikel zu kulinarischen Themen, durch ein Kochbuch, das geschrieben habe, durch viele „Teamkochen“, die ich mit einer Kollegin gemeinsam für Unternehmen und andere Gruppen durchgeführt habe und schließlich durch ein erstes Bildungsprojekt, gefördert aus dem Lifelong Learning Programme der Europäischen Union. „Food Literacy – A New Horizontal Theme in Adult Education and Counselling“ (2004 – 2007), das die Erarbeitung grundlegender Inhalte und Methoden sowie spannende Vernetzung auf europäischer Ebene ermöglichte.

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Kochen nährt uns im wahrsten Sinne des Wortes.  Als Kommunikationswissenschaftlerin sehe ich aber auch das Potential des Kochens als Ausdrucksmöglichkeit und “Sprache”. Diese Erkenntnis und Erfahrung führte zu dem Wunsch das Kochen als Ausgangspunkt und Medium von Bildungsaktivitäten zu untersuchen und in der Folge zur Idee für die „Learning Kitchen“: Kompetenzen sichtbar machen, Kommunikation ermöglichen, gemeinsam Kochen und dabei Lernen – diese Idee haben wir gemeinsam entwickelt, getestet und dokumentiert. Ich danke meinen Partnerinnen und Partnern, dass sie sich auf dieses Experiment eingelassen, begeistert mitgemacht und darüber hinaus großartige Studienaufenthalte organisiert haben!

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Nun gibt es unser Learning Kitchen-Konzept, das die Küche als Hot Spot für neue Lernprozesse begreift. Ich wünsche der Idee eine möglichst große Resonanz und Verbreitung. Wir werden nach Kräften dazu beitragen!

 

 

Thema: Erwachsenenbildung, Kochen | Kommentare (3) | Autor: sonja

Beziehungsratgeber für Herz und Magen

Donnerstag, 5. August 2010 16:22

Beziehungsratgeber gibt es ja wie Sand am Meer. Meist geht es dabei um mehr oder weniger enge (Liebes)Beziehungen. Aber so eng, wie mit dem Essen, das wir uns einverleiben (!), kann ja selbst die symbiotischste Beziehung nicht sein. Was also fehlt, ist ein Beziehungsratgeber, der sich mit den Lebensmitteln befasst, die uns im Magen und am Herzen liegen.

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Das Buch, das mir der Löwenzahn-Verlag netterweise zur Rezension auf meiner Website angeboten hat, könnte zumindest einen Teil dieser Lücke schließen. Eigentlich ist es ja ein Gartenbuch, ein Handbuch für den Bio-Gemüseanbau. ABER: auch für Leute, die gar keinen Garten haben und gar kein eigenes Gemüse anbauen, lohnt sich die Lektüre und die Anschaffung. Schließlich wollen wir doch wissen, was wir essen! Woher kommt die Kartoffel? Wie wird der Paprika angebaut? Welche Vorlieben entwickelt der Spinat? Welche Ansprüche stellt die Speiserübe? Wie pflegt man Rucola? Welche Sorten gibt es vom Fenchel? Und wie kann man Tomatillos zubereiten? Das alles und noch mehr lässt sich in Andrea Heistingers (ja genau, Arche Noah) wunderschönem Buch nachlesen. Beziehungspflege, die Freude macht und Wissen schafft. GärtnerInnen, übrigens auch solche, die am Balkon anpflanzen, werden reichlich mit nützlichen Informationen versorgt und mit tollen Fotos verwöhnt.  Also auf zum Lernen im Gemüse!

Ein kleines Problem für botanisch weniger gebildete Menschen (vermutlich viele?!) stellt möglicherweise das Inhaltsverzeichnis dar: Es ist nach den Gewächsarten geordnet. Wer aber nicht weiß, dass Karotten zu den Doldenblütlern und Chili zu den Nachtschattengewächsen gehört, muss das (ausführliche) Register verwenden – oder noch was lernen!

Andrea Heistinger/Arche Noah
Handbuch Bio-Gemüse
Sortenvielfalt für den eigenen Garten

632 Seiten, viele schöne Fotos

Löwenzahn Verlag, Innsbruck 2010, € 39,90

 

 

Thema: Bücher, Empfehlungen, Erwachsenenbildung, Lebensmittel | Kommentare (0) | Autor: sonja

„Echte Männer essen keinen Gemüsestrudel!“

Freitag, 26. Februar 2010 9:32

Eine Seminarankündigung in eigener Sache, übrigens zu einem unschlagbar günstigen Preis – zwei Tage für 60 Euro, da das Seminar vom Fonds Gesundes Österreich veranstaltet und gefördert wird.

„Echte Männer essen keinen Gemüsestrudel“
Food Literacy als geschlechterdifferenzierte Methode in der Gesundheitsförderung

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Wie lässt sich das Thema  „Gesunde Ernährung“ am besten an die jeweilige Zielgruppe heranbringen? Hilfreich sind ein gut begründeter inhaltlicher Ansatz, eine reflektierte eigene Haltung und zielgruppengerechte Methoden, die Spaß machen. Besonders wichtig ist es, auf die Unterschiede zwischen Frauen und Männern angemessen einzugehen, denn: Frauen und Männer sind verschieden – auch beim Essen.

Wie kommt es zu den verschiedenen Vorlieben der Geschlechter bei der Auswahl von Lebensmitteln? Welche Unterschiede gibt es bei Essverhalten, Körperbildern, gesellschaftlichen Zuschreibungen und Ernährungskompetenzen? Wo sind mögliche  Ansatzpunkte für spezifische Angebote für beide Geschlechter? Aufbauend auf den Ergebnissen des EU-Projekts „Food Literacy“ und anderen aktuellen Projekten der beiden Trainerinnen werden diese Fragen im Seminar theoretisch und praktisch bearbeitet.

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Trainerinnen:
Mag. Rosemarie Zehetgruber
Kaiblinger & Zehetgruber OG, gutessen consulting. www.gutessen.at
Ernährungswissenschaftlerin, Buchautorin, seit vielen Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Bildungsverpflegung (Einführung von Schuljausensystemen, Optimierung von Schulbuffets und Mittagsverpflegung), Gender- und Nachhaltigkeitsaspekte der Verpflegung, Lebensmittelqualität, Ernährungsökologie

Dr. Sonja Schnögl, www.muendig.at
Selbständig mit einem Büro für Ernährungskultur, Kommunikation und Bildung.
Kommunikationswissenschaftlerin und Pädagogin, langjährige Tätigkeit
in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus und Erwachsenenbildung. Mitglied des Internationalen Arbeitskreises für die Kulturforschung des Essens (IAKE). Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Texte und Seminare zu kulinarischen Themen, Kochen als Kommunikationsmedium,  partizipative Ernährungsbildung.

Ziele:
Männer und Frauen gezielt für gesundheitsfördernde Ernährung ansprechen können
Blick auf „Genderaspekte“ üben
Inhalte und Methoden zeitgemäßer Ernährungsbildung kennen lernen
Eigene Haltungen zum Thema Ernährung reflektieren und bewusst machen

Inhalte:
Was ist Gesundheit?
Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Ernährung
Ein Ansatz zur Ernährungsbildung: Den Essalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll gestalten
Persönliche Zugänge und Wertvorstellungen zum Essen reflektieren

aktuelle Daten zum Gesundheitsverhalten – mit Fokus Ernährung – von Frauen und Männern
Warum Männer und Frauen essen, was sie essen – was beeinflusst das Ernährungsverhalten?
Doing Gender: Essen als Geschlechtsverstärker
Geschlechtsspezifische methodische und didaktische Zugänge für die Ernährungsbildung – wie erreicht man Männer/Burschen, wie erreicht man Frauen/Mädchen?

Zahlen, Daten, Medien, Experten – kritisch hinterfragen
Verhältnisse und Verhalten: Wie kann gesunde Ernährung im Alltag gelingen?
Werkstatt – den persönlichen Methodenkoffer erweitern

Methoden:
Theorieinputs und Projektberichte, praktische Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, Diskussion, Transferarbeit.

Food Literacy Handbuch

Veranstalter: Fonds Gesundes Österreich (www.fgoe.org)
Trainerinnen: Dr. Sonja Schnögl, Mag. Rosemarie Zehetgruber
Termin: Do 25. – Fr 26. März 2010, jeweils 9.00 – 17.00 Uhr

Ort: Zentrum 2000, Sparkassaplatz 2, 2000 Stockerau (Garage im Haus, von Wien mit der Schnellbahn leicht zu erreichen).

Kosten: 60 Euro

Anmeldung online möglich: gleich hier.  Anmeldeschluss: 4. März

Rückfragen oder Hilfe:  s.schuster@ibg.co.at

Thema: Empfehlungen, Erwachsenenbildung | Kommentare (0) | Autor: sonja

Dick, doof und arm?

Donnerstag, 22. Oktober 2009 21:05

Bin gerade dabei ein Seminar vorzubereiten: „Ernährungserziehung in der Grundschule“, die Kick-off-Veranstaltung einer Weiterbildung für PädagogInnen, die am 28. Oktober an der Pädagogischen Hochschule in Salzburg stattfinden wird. Ich hoffe nur der Schnupfen und Husten entlässt mich bis dahin endlich aus seinen Klauen. Bin ja offenbar nicht die einzige – bei meiner Hausärztin war heute nicht mal ein Termin zu haben.

Jedenfalls lese ich für das Seminar so ein bisschen herum und kann daher einige Bücher empfehlen:

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Eine mit vielen Beispielen, Zahlen und Fakten gut untermauerte Abrechnung mit den vielen Kampagnen gegen (vermeintlich) Übergewichtige. Zeigt schön, wie willkürlich die Grenzwerte dafür festgelegt werden und wieviel Vorurteile und vor allem Geschäftemacherei hinter dieser Art von „Gesundheits“-Politik steckt. Jamie Olivers Schulessen-Kämpfe kriegen übrigens auch ihr Fett weg. Friedrich Schorb ist Soziologe und hat auch das Buch “ Kreuzzug gegen Fette. Sozialwissenschaftliche Aspekte des gesellschaftlichen Umgangs mit Übergewicht und Adipositas“ herausgegeben.

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Wie schmeckt ein gutes Leben? Einerseits die Geschichte einer jungen Frau, andererseits ein Sachbuch, das mit allen möglichen Mythen rund um die gesunde Ernährung aufräumt. Schön gemacht, fundiert geschrieben und lustig zu lesen. Ausführliche Infos gibt es auf der Website der Rainer-Wild-Stiftung, die noch mehr interessante Themen bereithält.

 

Thema: Bücher, Empfehlungen, Erwachsenenbildung, Ich mach mir Gedanken | Kommentare (4) | Autor: sonja

Die nächsten Jahre konzentrieren wir uns auf Italien!

Mittwoch, 7. Oktober 2009 21:22

Dieser Satz ist öfter gefallen auf der Reise in den Piemont, von der ich letzten Sonntag zurückgekommen bin. Immer dann nämlich, wenn es kulinarisch interessant geworden ist,  also eigentlich ständig.

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Zum Beispiel wenn wir mit Gloria und Nonna Pasta machen . . .

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. . . und Bagna Cauda, eine köstliche Sauce aus sehr viel Knoblauch und Sardellen.

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Wenn wir mit diesem Ausblick auf die Hügel des Monferrato im Garten von Gloria gemeinsam essen.

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Wenn wir Ziegenkäse direkt beim Bauern kosten . . .

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. . . und auch wenn wir in Turin die Eataly besuchen, einen Markt mit Slow Food Produkten aus ganz Italien, wo wir am liebsten körbeweise einkaufen würden.

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Weil das nicht geht, konzentrieren wir uns aufs Essen, das dort ebenfalls angeboten wird. 

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Plin gibt es dort auch, das sind winzige gefüllte Ravioli. „Plin“ ist piemontesisch und bedeutet „Zwicken“.

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Gloria bringt uns bei, wie man Plin macht, man muss den Teig zwicken, daher der Name.  Also wie schon gesagt, wir konzentrieren uns die nächsten Jahre auf Italien! Ach ja, die Reise hat im Rahmen des EU-Projektes „Learning Kitchen“ stattgefunden.

 

 

Thema: Erwachsenenbildung, Lebensmittel, Kochen | Kommentare (2) | Autor: sonja

Kochen und lernen

Dienstag, 16. Juni 2009 17:21

Drei Tage zwischen Herd, Camera und Computer: Das war der „Learning Kitchen Event“ in der Nähe von Frankfurt, von dem ich gerade zurückgekommen bin. 16 Menschen aus fünf Ländern waren wir, haben miteinander gekocht, unsere Arbeit dokumentiert . . . aber das schreib ich jetzt wirklich nicht noch mal. . .

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Thema: Erwachsenenbildung, Kochen | Kommentare (0) | Autor: sonja

Nahrhafte Teamentwicklung

Donnerstag, 21. Mai 2009 12:00

Teamkochen ist meiner Meinung nach die „nahrhafteste“ Form der Teamentwicklung, im wahrsten Sinne dieses Wortes. Letzte Woche haben wir eine ziemlich große Gruppe zum Kochen gebracht: 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Personalabteilung der BBRZ-Gruppe Linz haben ihren Teamtag in diesem Jahr dem Kochen gewidmet, anfangs durchaus nicht unbedingt zur ungeteilten Freude aller.

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Da gab es viele skeptische Meinungen: „Kochen? Was kann das schon werden?“ Oder „Ich muss sowieso jeden Tag kochen – und jetzt auch noch am Teamtag?“ Oder: „Ich kann doch gar nicht kochen und will auch nicht!“ Auch diese Haltung hat es gegeben: „Na gut, dann kochen wir halt ein bisschen, das kann ja kein Problem sein.“

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Ein Problem war es dann eh nicht, aber eine ganz ordentliche Herausforderung schon. Denn wir haben die Kochaufgaben schon so gestaltet, dass die Gruppe sich anstrengen musste.

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Aber das ist ja das Schöne an Gruppen: Es steckt in ihnen normalerweise viel mehr Potenzial als im Arbeitsalltag so sichtbar wird. Beim Kochen werden die üblichen Teams neu aufgemischt, versteckte Ressourcen kommen zum Vorschein und können sich entfalten, und die Teams bringen Sachen zustande, von denen jeder Einzelne nicht mal träumen wollte. Dazu kommt die Freude, die sich beim Kochen in der Gruppe entwickelt, man kommt so richtig in den Flow und merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Abstimmung ist ebenso erforderlich wie Zeitmanagement. Aber letztlich zeigt sich, dass viele Wege zu einem guten Ziel führen, wenn alle an einem Strang ziehen.

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In diesem Fall war das Ergebnis ein wirklich grandioses Menü in vier Gängen, das geschmacklich und atmosphärisch alle begeisterte – einschließlich der Erkenntnis, dass sie das selbst zustande gebracht hatten!

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Wenn dann alle 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen: „Das war der beste Teamtag, den wir je gehabt haben!“ dann hat sich die Magie der Küche wieder mal bestätigt und die „Proviantkiste“ für das kommende Arbeitsjahr der Personalabteilung der BBRZ-Gruppe Linz ist erst mal gut gefüllt.

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Thema: Teamkochen, Erwachsenenbildung, Kochen | Kommentare (0) | Autor: sonja

Die Stadtspionin empfiehlt

Sonntag, 25. Januar 2009 18:10

Den wunderbaren Vormittag, den ich heute im Wien Museum verbracht habe, verdanke ich der Stadtspionin, dem großartigsten Newsletter für Kultur (im besten und weitesten Sinn) den es gibt. Er kommt kostenlos jeden Donnerstag per Mail und ohne ihn wäre ich niemals zu dem Vortrag von Kulturvermittlerin Petra Unger über den „Modesalon der Schwestern Flöge“ gegangen, weil ich schlicht und einfach nichts davon gewusst hätte.

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Ich zitiere die Stadtspionin:

 

„Der Modesalon Flöge: Sie war die Design- Ikone der Jahrhundertwende, eröffnete 1904 ihren berühmten Mode- Salon – und ist dennoch den meisten Menschen heute „nur“ als Gustav Klimts Freundin bekannt. Emilie Flöge war eine faszinierende Persönlichkeit, die im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung des Wien-Museums „Emilie Flöge und der Schmuck der Wiener Werkstätten“ steht. Die Kultur- Historikerin Petra Unger erzählt in ihrem Vortrag Spannendes über den Salon Flöge: Wer waren die Kundinnen? Wer nähte die avantgardistischen Reformkleider? Und wie war der Alltag der Frauen um 1900?“

 

Es war eine spannende Stunde, in der ich sehr viel über die Frauen der damaligen Zeit erfahren habe. Der Vortragssaal war sehr voll und das Publikum höchst fachkundig, so dass sich im Anschluss noch ein spannendes Gespräch ergab.

 

Die Stadtspionin kann frau (und man) ganz einfach abonnieren.

 

 

Thema: Empfehlungen, Erwachsenenbildung | Kommentare (0) | Autor: sonja

Ein Team kocht!

Samstag, 27. September 2008 19:47

Miteinander kochen ist eine ganz wunderbare Möglichkeit für Teams sich einen guten Tag zu gönnen und gleichzeitig das gegenseitige Verständnis zu fördern, die Kooperationsfähigkeit zu stärken oder auch an bestimmten Themen zu arbeiten, die gerade anstehen. Dieses Kocherei hat Ende August stattgefunden. Es kocht die Personalabteilung der Universität für Bodenkultur und zwar ein spätsommerliches, mediterranes Büffet.

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Der Anfang: Lebensmittel in Hülle und Fülle, liebevoll ausgesucht und eingekauft.

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Ein wichtiges Ritual: Feuer machen!

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Koriander und Co: Gewürze rösten, mahlen, mischen. Wir brauchen sie  um ein Couscous zu verfeinern.

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Ein Huhn wird mit Zitronen gefüllt. . .

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. . . in einen Tonmantel gehüllt . . .

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 . . . und im Feuer gegart.

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Kochen im Garten: Brotteig ansetzen, Huhn vorbereiten, Gemüse schneiden.

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In der Küche wird das Gemüse für ein Ratatouille geschmort.

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Palatschinken gibt es zur Nachspeise – unter anderem.

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Hier entsteht eine Vorspeise – Prosciutto aus dem Weinviertel mit Bio-Melone, ebenfalls aus dem Weinviertel.

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Der Tisch wird im Schatten eines Baumes wird geschmückt und vorbereitet.

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Das Brot backen wir heute am Feuer – die Hitze dabei ist gewaltig.

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Das Huhn ist fertig und muss aus seinem Tonmantel heraus.

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Vorspeisen: Schinken mit Melone, Kichererbsensalat, Griechischer Salat. Hauptgerichte: Zweierlei Huhn, Ratatouille, Couscous mit Rosinen und Pinienkernen, Brot und Kartoffeln vom Holzfeuer. Nachtisch: Palatschinken, Obstsalat und Mascarponecreme mit Limetten.

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Genussvoller Abschluss: die gemeinsame Mahlzeit! Beim Teamkochen kann – je nach Wunsch – das gemeinsame Tun und Genießen im Vordergrund stehen oder aber wir nutzen das Kochen als Methode, um an ganz konkreten Themen zu arbeiten. Unsere Spezialität: Wir arbeiten gerne in der Küche und am Lagerfeuer, verbinden drinnen und daußen, Kochen und Naturerfahrung.

 

Thema: Teamkochen, Erwachsenenbildung, Kochen | Kommentare (1) | Autor: sonja

Ein Salat nach dem Kiss-Prinzip

Sonntag, 31. August 2008 17:15

Keep it short and simple (Kiss) - eine Weisheit, die in vielen Bereichen ihre Berechtigung hat (aber keineswegs in allen – das nur so nebenbei). Dieser Salat, der letzten Mittwoch im Rahmen eines Teamkochens entstand, ist eindeutig ein Kiss-Rezept. Rezept kann man die Zubereitungsanleitung fast gar nicht nennen. Er schmeckt jedenfalls köstlich und ist im Handumdrehen fertig.

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1 Dose Kichererbsen (hier heißt Dose keineswegs Qualitäts- oder Geschmackverlust, die Kichererbsen sind einfach schon gekocht, das würde sonst lange dauern) abgießen und abspülen. 200 g Feta mit der Gabel zerdrücken. In einer Schüssel mit dem Schneebesen eine Marinade aus Zitronensaft, mildem Essig, Salz und gutem, fruchtigen Olivenöl rühren. Abgetropfte Kichererbsen und Feta damit vermischen. Mit reichlich gehackter Minze bestreuen (kommt am Foto nicht so raus, war aber vorhanden und gibt geschmacklich das gewisse Etwas).

Vom Teamkochen wird hier noch die Rede sein, denn wir haben auch ein Huhn im Tonmantel gemacht (im Lagerfeuer), ein wunderbares Couscous mit einer selbstgemachten Gewürzmischung, eine absolut aromatische Mascarponecreme – auch ein echtes Kiss-Rezept – und noch andere spannende Dinge. Demnächst mehr dazu.

 

Thema: Erwachsenenbildung, Kochen, Rezepte | Kommentare (0) | Autor: sonja