Beitrags-Archiv für die Kategory 'Rezepte'

Kathas Samstagsgugelhupf

Sonntag, 14. Februar 2010 20:27

Also gebacken wird bei mir viel, das kann ich nicht leugnen. Muss ich ja auch nicht. Ist eine Tradition, die ich von meiner Mutter und von meiner Großmutter übernommen habe und gerne pflege. Vorgestern habe ich auf Kathas Esskultur ihren Bericht von einem pomeranzenparfümierten (schönes Wort!) Gugelhupf gelesen und auch gleich Lust bekommen. Das Rezept steht dort, daher schreib ich es hier nicht noch einmal auf.

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Statt der Nougatcreme hab ich 10 dkg geschmolzene Kochschokolade genommen und ganz gewöhnliche Bio-Orangenschale. Die Zuckermenge hab ich auf 15 dkg reduziert. Das passt für uns gerade. Ich habe eine uralte gusseiserne emailierte Form benutzt, die sich ganz wunderbar zum Backen eignet, zum Beispiel auch für Reindling.

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Die Form habe ich nach dem Einbuttern (mit den Fingern, wie von Katha empfohlen) mit einer Mischung aus braunem Zucker und Semmelbröseln ausgestreut, wie Uli in einem Kommentar empfohlen hat. Das macht den Gugelhupf außen knuspriger und bringt auch geschmacklich einen Extrakick! Flaumig ist er wirklich geworden, allerdings finde ich, dass in lauwarmem Zustand das Backpulver rausschmeckt (obwohl es Weinsteinbackpulver war) und das stört mich. Allerdings hat sich das nach dem vollständigen Auskühlen gegeben. Mit nur drei Eiern auf 25 dkg Mehl ist das je ein richtiges Sparrezept, auch wenn es ursprünglich von den Obauers stammt. Nächstes mal versuch ich es mit fünf Eiern und nur einer Messerspitze Backpulver.

 

Thema: Rezepte | Kommentare (0) | Autor: sonja

Radioköchin

Donnerstag, 14. Januar 2010 14:45

Drei wichtige Dinge hätte ich heute erledigen wollen, da sie aber nicht GANZ dringend waren, hab ich mich anders entschieden und stattdessen gebacken und gekocht. Das war auch insofern fein, als es gerade später Mittag war und ich den lauten Mixer  für die Torte schon abstellen konnte, als Albert Hosp begann in Ö1 bis zwei wunderbare Musik zu spielen. Beim Obst schneiden komme ich ganz von selbst in eine „entspannte Hörhaltung“ wie es im Untertitel der Sendereihe heißt und Lärm macht es auch keinen.

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Das ist bei der Topfencreme mit Orangensaft und Vanille schon anders – man könnte sie natürlich mit der Hand aufschlagen, aber mir ist der Mixer lieber und ich versäum ja auch nur ein, zwei Minuten von der Sendung, in der es heute viele Chorlieder gibt, was mich freut, weil ich selber gerne singe, wenn auch nur in einer privaten Gruppe, dafür mit einer wunderbaren Chorleiterin.

Mittlerweile ist die Küche mit dem Duft der Haselnusstorte erfüllt und ich kann sie aus dem Ofen nehmen und während sie abkühlt die Buttercreme dazu rühren. Die Torte ist natürlich Luxus, gibt es normalerweise nur zum Geburtstag und wenn ich mir eine Freude machen will. Also heute.

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Glücklicherweise spielt Albert Hosp Franui erst, nachdem ich den Mixer für die Creme wieder abgestellt habe. Franui ist großartig und „Du bist die Ruh“ von Schubert hätt‘ ich ungern verpasst, noch dazu gibt es gleich darauf das selbe Lied noch mal in einer Aufnahme von 1937, gesungen von Joseph Schmiedt.

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Jetzt fehlt noch etwas fürs Mittagessen und das wird heute ein Sugo aus der Dose – ja, das gibt es bei mir auch manchmal, aber nicht so wie manche jetzt vielleicht denken.  Ich nehme Tintenfischstücke aus der Dose, Tomatenfilets aus der Dose und köchle sie mit Olivenöl, Knoblauch und Rosmarin ganz sachte ein paar Minuten. Später werd ich Spaghetti drunter mischen und ich weiß, es wird köstlich schmecken! Ö1 bis zwei ist vorbei und ich kann noch diesen Beitrag schreiben, bevor ich das Nudelwasser aufstellen muss.

Fein war’s.

 

 

Thema: Empfehlungen, Kochen, Rezepte | Kommentare (6) | Autor: sonja

Mein bester Schokoladekuchen

Sonntag, 29. November 2009 17:43

Schokoladekuchen war hier schon einmal ein Thema. Muss wohl etwas damit zu tun haben, dass ich Schokoladekuchen gerne mag und immer auf der Suche nach guten Rezepten bin. Obwohl – eigentlich habe ich mein Lieblingsrezept mittlerweile gefunden.

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Dieser Schokoladekuchen nach einem Rezept von Donna Hay (Die moderne Küche, Könemann Verlag, S. 160/161) ist mein Favorit, weil die Schokolade gemeinsam mit der Butter geschmolzen werden muss und es in der Küche daher gleich von Anfang an köstlich riecht. Im Geschmack ist er unvergleichlich „schokoladig“ – ist ja auch genug drinnen. Er ist einfach zu machen und schmeckt ausgezeichnet.

Hier ist das Rezept:

300 g Kochschokolade
250 g Butter
5 Eier
4 EL Zucker
80 g gemahlene Mandeln
125 g Mehl
½ Tl Backpulver

Schokolade und Butter in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen, glatt rühren und zum Abkühlen beiseite stellen.

Ganze Eier und Zucker in einer Schüssel sehr schaumig rühren (etwa 6 Minuten mit dem Mixer).

Mandeln, Mehl, Backpulver drübersieben und gemeinsam mit der Schokoladenmischung gründlich unterheben. In eine gefettete und bemehlte Kuchenform (ca. 20 x 32 cm) geben und bei 160 Grad im vorgeheizten Backrohr backen. Das dauert etwa 30 Minuten.

Diesmal habe ich Weichseln aus dem Glas dazu gegeben (gut abropfen lassen! und ein bisschen mit Mehl bestäuben, damit sie nicht ganz zu Boden sinken). Die Backzeit verlängert sich dadurch um ca. 10 – 15 Minuten.

Bei Donna Hay bekommt der Kochen eine Schokoladeglasur, das mach ich normalerweise nicht. Aber die Masse lässt sich natürlich durch Gewürze (Chili, Orangenschale, Zimt und Kardomon, . . .) nach Belieben geschmacklich abwandeln.

 

 

 

Thema: Rezepte | Kommentare (1) | Autor: sonja

Rhabarberkuchen

Mittwoch, 20. Mai 2009 19:19

Immer wieder lern ich Leute kennen, die keinen Rhabarber mögen! Die bei Rhabarber nur an saures Kompott denken, das sie schon als Kinder nicht gemocht haben. Allen diesen Menschen widme ich das folgende Rezept:

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20 dkg Rhabarber abziehen (muss beim rosaroten nicht sein) und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Mit 1 EL Zucker und einer Prise Zimt vermischen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. 12 dkg Butter, 10 dkg Staubzucker, Vanillezucker, Saft und Schale einer halben Bio-Zitrone schaumig rühren. Nach und nach 3 Eidotter dazugeben. 3 Eiklar zu Schnee schlagen und mit 1 EL Kristallzucker ausschlagen.

12 dkg griffiges Mehl, eine Messerspitze Backpulver und den Schnee unter die Buttermasse heben. In eine gebutterte und bemehlte Tarteform (26 – 28 cm) füllen. Die Flüssigkeit vom Rhabarber abgießen und ihn auf der Teigmasse verteilen.

Ins Backrohr schieben und ca. 30 Minuten backen. Nach dem Auskühlen überzuckern.

Das Rezept stammt aus einem meiner Lieblingskochbücher: Sissy Sonnleitner, Um einen Tisch, Verlag Johannes Heyn, 1995. Leider vergriffen. Ich habe den Kuchen schon so oft gemacht, dass sich das Buch von selbst an der Stelle öffnet. In Wirklichkeit brauch ich das Rezept gar nicht mehr, ich kann es auswendig. Die Masse eignet sich auch für andere Kuchen oder einfach als lockerer Rührteig. Mit nur drei Eiern ist sie so klein, dass der Kuchen praktisch immer am Tag des Backens aufgegessen wird. Ich habe die Menge aber auch schon verdoppelt, dann verlängert sich natürlich die Backzeit – muss man ausprobieren.

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Der Kuchen vor dem Backen – die Farben sind doch wirklich wunderbar! Und im Moment muss ich nur in den Garten gehen, wenn ich Rhabarber brauche. Er wächst heuer wie verrückt, nachdem er im Vorjahr nicht so richtig wollte.

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Thema: Kochen, Rezepte | Kommentare (10) | Autor: sonja

Alles geklärt?

Dienstag, 27. Januar 2009 19:08

Vor Jahren hab ich es von einer Freundin gelernt und seither bin ich selten ohne: selbst ausgelassenes Butterschmalz oder (indisch) Ghee. Also geklärte Butter, die sich bestens eignet, um Erdäpfelschmarrn zu machen, wie Esskultur-Schreiberin Katha in ihrem Artikel über Rindfleisch so nebenbei erwähnt,  aber auch zum Palatschinken backen (verträgt viel mehr Hitze als ungeklärte Butter und gibt den feinen buttrigen Geschmack). Und natürlich ist Ghee unverzichtbar für indische Gerichte.

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Es ist wirklich keine Hexerei: Ein halbes Kilo Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf mit schweren Boden schmelzen lassen. Wenn sie zu brodeln beginnt, auf ganz kleine Flamme schalten und rund 45 Minuten so vor sich hin köcheln lassen. Dabei trennen sich die fetten von den wässrigen und eiweißhältigen Teilen der Butter und man erhält reines Butterfett.

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Man gießt es durch ein mit einem feinen Batisttuch ausgelegtes Sieb und freut sich an der strahlend gelben Farbe. Butterschmalz ist sehr lange haltbar. Die indische Form brutzelt etwas länger, beginnt dadurch leicht zu bräunen und hat dann einen leicht nussigen Geschmack. Wer mehr darüber lesen will, bitte sehr: auf Wikipedia ist ein guter Beitrag dazu.

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Ich hebe es in einem Steinguttopf auf. Es wird fest, wenn es abgekühlt ist und heute hab ich damit Palatschinken gebacken!

Thema: Lebensmittel, Kochen, Rezepte | Kommentare (4) | Autor: sonja

Kochen nach dem Essen

Dienstag, 6. Januar 2009 15:34

Sonntag nach dem Mittagessen, wenn der Magen angenehm gefüllt ist, ist die beste Zeit zum Kochen. Zum Beispiel ein Schmorgericht für den Vorrat, das man dann einfach nehmen kann, wenn man keine Zeit zum Kochen hatte. Also gut:

40 dkg Bio-Jungrind (Gulasch)

1 große Zwiebel

2 Karotten

1 Stück Sellerie

1 Fenchel

reichlich Rosmarin und Salbei, fein gehackt

80 dkg (2 Dosen) Tomatenpolpa

Rotwein

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Die Zutaten sind – wie fast immer bei mir – variabel. Was der Kühlschrank halt an passendem Gemüse hergibt. Zwiebel, Knoblauch und anderes Gemüse nach Wunsch fein oder grob schneiden und mit den gehackten Kräutern in Olivenöl anbraten. Nach 10 Minuten das Gemüse einfach auf die Seite schieben (geht bei großen flachen Schmortöpfen problemlos) und das würfelig geschnittene Fleisch anbraten. Alles salzen und mit Rotwein ablöschen.

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Gut einkochen lassen, die Tomatenpolpa dazu, umrühren und dann bei eher kleiner Hitze schmoren lassen. Mindestens 2 Stunden, besser noch drei oder vier. Je länger desto besser – man braucht es ja nicht gleich. Obwohl es natürlich extrem gut und sehr verlockend riecht. Kosten muss man sowieso zwischendurch. Wenn es fertig ist, kaltstellen – das geht bei uns derzeit gut im Wintergarten, der gerade als Kühlraum genutzt wird. Danach könnte man es portionieren und einfrieren. . .

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. . . wenn es nur nicht so gut schmecken würde. Also das mit dem Vorrat hat diesmal irgendwie nicht so richtig geklappt. Als Beilage passen übrigens Nudeln, Kartoffelpüree, Gnocchi, Polenta, Cousous oder Weißbrot.

Thema: Kochen, Rezepte | Kommentare (3) | Autor: sonja

Schokoladekuchen, wirklich „delicious“

Freitag, 12. September 2008 16:06

Ich könnte ja stundenlang im Netz verbringen und einfach nur Food-Blogs lesen! Unglaublich, was es da gibt und wieviele Anregungen man sich da immer holen kann. Ein sehr schöner, sogar preisgekrönter Food-Blog ist der von Nicole Stich. Wie viele ihrer Fans habe auch ich schon auf ihr Kochbuch gewartet, das sie im letzten Jahr in Atem gehalten hat und das soeben erschienen ist. Vorgestern lag es dann in der Buchhandlung und ich habe es natürlich gleich mitgenommen.

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Nach einem Leseabend war klar: Da gibt es viele feine Rezepte, die ich gerne bald ausprobieren will. Und weil ich gestern große Lust auf Schokoladekuchen hatte, habe ich ein Rezept für einen Schokoladekuchen (fast) ohne Mehl ausprobiert. Es hat mir auch deshalb gefallen, weil man ganz spontan anfangen kann (keine zimmerwarme Butter – die wird einfach geschmolzen). Es ist ein sehr schokoladiger Schokoladekuchen – ganz wie ich ihn gerne mag.

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So geht das Rezept – ich habe es auf deliciousdays.com nicht gefunden – und es ist natürlich kein Ersatz für das Kochbuch, das wirklich schön ist und neben den Rezepten auch Lesestoff bietet – wärmste Empfehlung!  

200 g Butter und 200 g dunkle Schokolade (ich hatte nur Kochschokolade zu Hause) schmelzen – ich mache das in einer Stielkasserolle mit ganz schwerem Boden und  bei milder Hitze (so spar ich mir das Wasserbad).

lt Rezpet 200 g Zucker dazurühren – ich hab nur 100 g genommen, weil die Kochschokolade süßer ist, als die im Rezept angegebene. Alles gut verrühren und etwas auskühlen lassen.

Dann nach und nach 4 Eier einrühren – einfach mit dem Kochlöffel. Die Konsistenz der Masse wird immer puddingartiger. Zum Schluss noch drei Esslöffel Mehl untermischen. In eine gebutterte und bemehlte Springform füllen (oder in Muffinförmchen wie am Foto zu sehen) und bei 190 Grad im vorgeheizten Backrohr ca. 22 – 25 Minuten backen. Das gilt für die Springform. Die Minis brauchen nur etwa 15 Minuten. Im Kern darf der Kuchen noch ein bisschen weich sein und lauwarm schmeckt er großartig. Aber auch ausgekühlt ist er wunderbar.

Eine Glasur gibt es auch, aber die hab ich nicht gemacht und schreib sie daher auch nicht auf.

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Ich finde bei diesem Kuchen zwei Dinge wirklich interessant: 1. Man braucht nur einen Topf dafür und einen Kochlöffel. Schmelzen, rühren, in die Form schütten, backen – weniger Geschirr geht nicht.  2. Meine Mutter hat schon vor 40 Jahren Schokoladekuchen ohne Mehl gebacken – ganz ohne, es kommen nur Nüsse rein. Damals war das etwas ganz Besonderes und sie wurde für ihr Rezept viel gelobt. Ich bin also mit so richtig schokoladigen Schokoladekuchen aufgewachsen.

Jetzt habe ich insgesamt vier Lieblingschokoladekuchen. Zwei Rezepte sind von meiner Mutter, eines von Donna Hay, das neueste von Nicky Stich. Eine gute gute Mischung! Müsste man fast mal eine Schokoladekuchenverkostung machen. . .

 

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Thema: Bücher, Rezepte | Kommentare (3) | Autor: sonja

Ein Salat nach dem Kiss-Prinzip

Sonntag, 31. August 2008 17:15

Keep it short and simple (Kiss) - eine Weisheit, die in vielen Bereichen ihre Berechtigung hat (aber keineswegs in allen – das nur so nebenbei). Dieser Salat, der letzten Mittwoch im Rahmen eines Teamkochens entstand, ist eindeutig ein Kiss-Rezept. Rezept kann man die Zubereitungsanleitung fast gar nicht nennen. Er schmeckt jedenfalls köstlich und ist im Handumdrehen fertig.

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1 Dose Kichererbsen (hier heißt Dose keineswegs Qualitäts- oder Geschmackverlust, die Kichererbsen sind einfach schon gekocht, das würde sonst lange dauern) abgießen und abspülen. 200 g Feta mit der Gabel zerdrücken. In einer Schüssel mit dem Schneebesen eine Marinade aus Zitronensaft, mildem Essig, Salz und gutem, fruchtigen Olivenöl rühren. Abgetropfte Kichererbsen und Feta damit vermischen. Mit reichlich gehackter Minze bestreuen (kommt am Foto nicht so raus, war aber vorhanden und gibt geschmacklich das gewisse Etwas).

Vom Teamkochen wird hier noch die Rede sein, denn wir haben auch ein Huhn im Tonmantel gemacht (im Lagerfeuer), ein wunderbares Couscous mit einer selbstgemachten Gewürzmischung, eine absolut aromatische Mascarponecreme – auch ein echtes Kiss-Rezept – und noch andere spannende Dinge. Demnächst mehr dazu.

 

Thema: Erwachsenenbildung, Kochen, Rezepte | Kommentare (0) | Autor: sonja

Der ultimative Knödelteig

Freitag, 15. August 2008 10:05

Der Knödeldebatte auf Katharina Seisers Esskultur muss ich unbedingt mein ultimatives Lieblingsrezept hinzufügen. Ich habe es aus einem uralten Gusto ausgerissen, das Rezept selbst stammt von Josef Zotter - mittlerweile als Schokolademacher bekannt. Die Marillen werden hier noch mit Schokolade gefüllt! Das hab ich noch nie gemacht, mich interessiert nur der Teig, ein Topfenteig, und der ist einfach der allerbeste, den ich kenne.

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  • 6 dag Butter

  • 2 Eier

  • 6 dag Kristallzucker

  • 20 dag Weißbrot

  • 1/2 kg Topfen (20 % Fett)

  • 1/2 Bio-Zitrone

Eier in Dotter und Klar trennen. Weißbrot entrinden und fein reiben (wird bei mir durch 20 dag Semmelbrösel ersetzt). Butter cremig aufrühren, Dotter nach und nach einrühren, mit einer Messerspitze Salz, Vanillezucker, Zitronenschale und -saft abschmecken. Eiklar mit Kristallzucker zu schmierigem Schnee schlagen. Topfen und Brösel unter die Buttermasse rühren, Schnee behutsam unterheben. Die Masse vor dem Weiterverarbeiten eine halbe Stunde kalt stellen.

Ich forme dann eine Rolle aus dem Teig, nicht auf einer bemehlten Unterlage, sondern auf einer Klarsichtfolie, schneide Scheiben ab und packe die Früchte (Marillen, Zwetschken - manchmal, wenn ich faul bin und die Früchte vertrauenerweckend, lasse ich die Kerne einfach drin) darin ein. Gut verschließen und zwischen den Händen rollen, damit die Knödel beim Kochen nicht aufgehen. In leicht gesalzenem Wasser ca. 10 Minuten mehr ziehen als kochen lassen. Dazu Butterbrösel, gerne auch gemischt mit einer Handvoll geriebenen Haselnüssen und Staub- oder Backzucker drauf.

Thema: Ich mach mir Gedanken, Kochen, Rezepte | Kommentare (2) | Autor: sonja

Jetzt oder nie!

Donnerstag, 17. Juli 2008 21:27

Wann soll man den Marillenkuchen backen, wenn nicht jetzt? Bei unserem Marillenbauern vor zwei Tagen gekaufte Marillen sind jetzt gerade richtig, um verarbeitet zu werden. Dieses Rezept ist ganz einfach, meine Tochter – 11 Jahre – hat gebacken und ich habe nur ganz wenig geholfen.

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Marillen halbieren und entkernen. Backrohr auf 180 Grad vorheizen. 150 g sehr weiche Butter mit 120 g Backzucker, Vanillezucker und der abgeriebenen Schale einer halben Zitrone zu einer weißen, dicken Creme schlagen – geht natürlich am leichtesten in der Küchenmaschine. Ich verwende immer den Schneebesen dafür, der schlägt ordentlich viel Luft hinein. Nach und nach drei ganze Eier unterrühren. Ich bin sonst eher fürs Eier trennen beim Backen, aber hier ist es wirklich nicht nötig. 180 g Mehl und 2 Tl Backpulver (Reinweinsteinbackpulver aus dem Bioladen, das normale schmeckt zu stark durch) auf die Masse sieben und vermischen. In eine mit Butter ausgestrichene und mit Mehl bestäubte Form (bei mir Auflaufform ca. 20 x 30 cm, Tortenform geht auch) füllen. Marillen mit der Rundung kurz in Mehl tauchen, damit sie nicht zu stark einsinken und mit der bemehlten Seite nach unten auf den Teig geben. Ca. 30 Minuten backen. Schmeckt lauwarm am besten.

Das Rezept stammt mit ganz leichten Abwandlungen aus dem Kochbuch „Der große Meuth Neuner Duttenhofer“ von Martina Meuth und Bernd Neuner Duttenhofer.

Thema: Ich mach mir Gedanken, Kochen, Rezepte | Kommentare (5) | Autor: sonja